16 Mai 2013

bfnd überträgt Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung live ins Internet

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Logo Friedrich-Ebert-StiftungRechtsextreme Diskurse und Einstellungen sind in Europa weit verbreitet. Eine von der Friedrich-Ebert-Stiftung 2011 veröffentlichte europäische Vergleichsstudie zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ergab, dass rund die Hälfte der Befragten in acht europäischen Staaten der Ansicht sind, es gebe zu viele Zuwanderer. Rund ein Drittel glaubt an eine natürliche Hierarchie zwischen Menschen unterschiedlicher Ethnien. Sekundär-antisemitische Aussagen treffen in Polen auf bis zu 70 Prozent Zustimmung. Auch bei Wahlen erzielen Rechtspopulisten und Rechtsextremisten Erfolge – und dieskeineswegs nur in Ostmitteleuropa: Knapp sieben Prozent erreichte die rechtsextreme Partei „Goldene Morgenröte“ bei den Parlamentswahlen in Griechenland 2012, und in Frankreich kam im selben Jahr der Front National unter Marine Le Pen auf 14 Prozent.

Was sind europaweit die aktuellen Trends rechtsextremer bzw. rechtspopulistischer Parteien und Bewegungen? Worin liegen die Ursachen für ihren Zulauf? Welche Antworten auf die rechtsextreme Herausforderung geben die europäischen Institutionen bzw. sollten sie geben? Welche Instrumente und Netzwerke existieren bereits und welche werden zusätzlich benötigt? Wie funktioniert die Verschränkung zwischen europäischer, nationaler und regionaler Ebene, und gibt es so etwas wie eine europäische Öffentlichkeit, eine vernetzte europäische Zivilgesellschaft gegen Rechts? Und nicht zuletzt:Welche politischen Lehren sind aus der Mordserie des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“ in Deutschland oder aus den rechtsextrem motivierten Anschlägen von Oslo und Utøya zu ziehen?

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat zu diesem Thema den Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, die EU-Kommissarin für Inneres, Cecilia Malmström, die Ombudsfrau für die Opfer und Opferangehörigen der sogenannten „Zwickauer Zelle“ („NSU“), Prof. Dr. Barbara John, und weitere Vertreter von Wissenschaft und Politik eingeladen.

Das buero fuer neues denken produziert die Veranstaltung am 27. Mai 2013 live mit drei Kameras von 14 bis 18 Uhr und wird sie in deutsch und englisch übertragen. Anschließend werden Zusammenfassungen der Keynotes und der Podiumsdiskussion als Podcast erstellt. Parallel zur Veranstaltung bietet buero fuer neues denken einen Live-Chat an, damit auch Zuschauer von außen an der Diskussion teilhaben können. Ausgewählte Fragen werden vom Moderator an die Diskussionsteilnehmer weiter geleitet.

Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier!

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